Strahlenschutz

Stillen nach Kontrastmittel-CT und MRT: Muss Muttermilch verworfen werden?

Weniger als 1 % des verabreichten Kontrastmittels geht in die Muttermilch über, und die gastrointestinale Resorption beim Säugling liegt unter 1 %. Leitlinien von ESUR und ACR empfehlen uneingeschränktes Weiterstillen.

Zusammenfassung in einem Satz
Gemäß den Leitlinien von ESUR und ACR müssen Mütter nach Kontrastmittel-CT oder MRT weder das Stillen unterbrechen noch Milch abpumpen und verwerfen; das Baby kann sofort weitergestillt werden.1, 2

Pharmakokinetische Daten belegen, dass weniger als 1 % des jodierten oder Gadolinium-Kontrastmittels in die Muttermilch übergeht.1 Im Magen-Darm-Trakt des Säuglings wird wiederum weniger als 1 % resorbiert, sodass die systemisch aufgenommene Dosis unter 0,01 % der Mutterdosis liegt.2

Leitlinien der ESUR (v11.0), des ACR und des RCR empfehlen ein uneingeschränktes Weiterstillen ohne Abpumpen und Verwerfen.1, 2, 3

Quellen

  1. ESUR (European Society of Urogenital Radiology). ESUR Guidelines on Contrast Media, Version 11.0, 2022. Section: Female Patients — Lactation.
  2. American College of Radiology (ACR). ACR Manual on Contrast Media, 2023. Chapter: Administration of Contrast Media to Women Who Are Breastfeeding.
  3. The Royal College of Radiologists (RCR). Guidance on the administration of contrast media to women who are pregnant or breastfeeding, London, 2019.
  4. American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Guidelines for Diagnostic Imaging During Pregnancy and Lactation. Committee Opinion No. 723, 2017 (Reaffirmed 2021).
  5. İlişkili DoseSave yazıları: İyot K-Edge ve Düşük kVp BT · Hamilelik ve Radyoloji · MR ve Radyasyon

Sıkça Sorulan SorularFrequently Asked QuestionsHäufig gestellte FragenPreguntas frecuentes

Muss Muttermilch nach einem Kontrastmittel-CT oder MRT abgepumpt und verworfen werden?

Nein. Gemäß den aktuellen internationalen Leitlinien (ESUR und ACR) ist kein Abpumpen und Verwerfen erforderlich. Die Mutter kann ihr Baby unmittelbar nach der Untersuchung sicher weiterstillen.

Wie viel Kontrastmittel geht tatsächlich in die Muttermilch und den Körper des Säuglings über?

Weniger als 1 % der verabreichten Dosis geht in die Milch über. Im Magen-Darm-Trakt des Säuglings wird wiederum weniger als 1 % absorbiert. Die systemisch aufgenommene Dosis beim Säugling liegt somit unter 0,01 % der Mutterdosis.

Was sollte getan werden, wenn die Mutter dennoch besorgt ist?

Obwohl medizinisch nicht erforderlich, kann die Mutter vor dem Scan Milch abpumpen und die Milch für 12 bis 24 Stunden nach dem Scan verwerfen, falls sie dies wünscht. Leitlinien betonen, dass dies rein optional ist.

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Ausbildung; für klinische Entscheidungen oder die Einhaltung von Vorschriften konsultieren Sie eine qualifizierte Medizinphysik-Expertin bzw. einen Experten sowie die geltenden Bestimmungen.

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